Einrichtung eines intelligenten Sonars

und Nutzung der Daten, um den Angelerfolg zu steigern

Deeper Sonar Einstellungen

Betrachten Sie Ihr intelligentes Sonar als vielseitig einsetzbares Gerät, welches den Umgebungsbedingungen entsprechend angepasst werden muss. Sofern Sie kein Gerät mit bereits vorgenommen Werkseinstellungen besitzen (Deeper START), können Sie Ihr Sonar an Ihre individuellen Angelbedürfnisse anpassen. Im Folgenden einige verbreitete Einstellungen: 

Angel-Scanmodi

Die Anzeige Ihrer Sonar-Messdaten auf dem Bildschirm lässt sich je nach gewählter Display-Option bzw. Sonarmodus anpassen. Um den Sonarmodus zu ändern, gehen Sie in der oberen Menüleiste auf Einstellungen und dann auf Sonarmodus. Nachstehend wird jeder Modus ausführlich erläutert.

Wählen Sie zum Boots- oder Kajakangeln den Bootmodus aus.

Bootmodus

In diesem Modus stellt die Fish Deeper-App sofort eine Verbindung zur GPS-Einheit in Ihrem Smartphone oder Tablet her, um auf Tiefenmessdaten basierende Karten in Echtzeit zu erstellen. Die Echosignale werden Ihnen auf der rechten und die Karte auf der linken Bildschirmseite angezeigt (Einstellungen > Sonarmodus > Bootmodus).

Zum Uferangeln sollten PRO+/CHIRP+ -Nutzer auf den Onshore GPS-Modus zurückgreifen.

Onshore Modus

Dieser Onshore GPS-Modus funktioniert genau wie der Bootmodus, wobei anstelle der GPS-Funktion Ihres Smartphones der in Ihrem Deeper PRO+/CHIRP+ integrierte GPS-Receiver verwendet wird. Die Echosignale werden Ihnen auf der rechten und die Karte auf der linken Bildschirmseite angezeigt.

Verwenden Sie zum Uferangeln mit dem PRO den Standardmodus.

Standardmodus

Die Echosignale werden im Vollbild-Modus angezeigt. Beim Angeln mit einem Modell der PRO-Serie werden keine auf Tiefenmessdaten basierende Karten erstellt.

Verwenden Sie zum Eisangeln den bereitgestellten Eisangelmodus.

Eisangelmodus

Dieser Modus verfügt über einen herkömmlichen Eisangelblinker auf der linken sowie einen Vertikalblinker auf der rechten Seite. Mit Hilfe dieser Funktion lassen sich selbst kleinste Fische in Echtzeit lokalisieren und verfolgen. Im Eisangel-Modus verzeichnet die Fish Deeper-App sämtliche von Ihnen befischten Eislöcher direkt auf einer vergrößerbaren Karte auf der linken Bildschirmseite und speichert sie.

Bootmodus
Onshore Modus
Standardmodus
Eisangelmodus

Bildschirmanpassungen und Alarmsignale

Die Anpassung Ihres Bildschirms sowie von Alarmsignalen dient der passenden Einstellung Ihres Deeper Sonars für effektives Angeln.

  • Bildschirmfarben-Modus
  • Helligkeit
  • Vertikaler Blinker
  • Nachtangeln
  • Tiefen- und Fischalarme
  • Fischtiefe
  • Bildschirmfarben-Modus

    Bildschirmfarben-Modus

    Über den Bildschirmfarben-Modus können Sie die Farbpalette Ihrer Sonardaten-Anzeige je nach Umgebung, Lichtverhältnissen sowie Tageszeit individuell anpassen. Neben der klassischen Farbpalettenanpassung stehen zwei weitere Einstellungsoptionen zur Verfügung – Tag und Nacht - die je nach gegebenen Lichtverhältnissen sowohl bei hellem Sonnenlicht (Tagesmodus) als auch bei zunehmender Dunkelheit (Nachtmodus) beste Sichtbarkeit Ihrer Sonar-Messdaten gewährleisten.

  • Helligkeit

    Helligkeit

    Sie haben die Möglichkeit, die Helligkeit des Geräts über Einstellungen Ihren Bedürfnissen anzupassen. Die Helligkeit sollte der Umgebungsbeleuchtung angepasst werden, um möglichst viele Einzelheiten leicht erkennen zu können.

  • Vertikaler Blinker

    Vertikaler Blinker

    Mit dem Vertikal-Blinker können Sie die Intensität der Echolotrückgaben sehen, die Ihr Deeper empfängt. Dies ist nützlich, wenn Sie sehen möchten, was direkt unter Ihrem Sonar geschieht, ohne raten zu müssen, wo sich Ihr Fisch im Sonarkegel befindet.

  • Nachtangeln

    Nachtangeln

    Beim Angeln bei Nacht bzw. schlechter Sicht sollte die Nachtangel-Funktion aktiviert sein. Um auf diese zugreifen zu können, müssen Sie zunächst die Standard-Abdeckung durch eine Nachtangel-Abdeckung aus dem Hause Deeper ersetzen. Der Nachtangel-Modus aktiviert ein Blinklicht, welches nur durch die lichtdurchlässige Abdeckung sichtbar wird.

  • Tiefen- und Fischalarme

    Tiefen- und Fischalarme

    Die Fischalarm-Funktion generiert ein Alarmsignal, sobald Ihr Deeper Fischbestände lokalisiert. Diese Funktion funktioniert nur dann, wenn auch die Fischsymbol-Funktion aktiv ist.

  • Fischtiefe

    Fischtiefe

    Über Fischtiefenmarkierungen lässt sich das Erfassen von neben den Fischsymbolen angezeigten Tiefendaten aktivieren bzw. deaktivieren. Dabei kann zwischen einer Messung der Distanz ab Wasseroberfläche und ab Gewässergrund gewählt werden. Mit diesen Informationen ist Ihr Köder stets da, wo er sein muss, um einen Fang zu landen.

Scanwinkel/Frequenz

Um Strahle besser zu verstehen, denken Sie an einen schmalen im Vergleich zu einem breiten Scanstrahl wie bspw. den Strahl einer Taschenlampe vs. den eines Scheinwerfers. Genau wie ein Taschenlampenstrahl leuchtet der schmale Strahlenkegel eines Signalgebers direkt den Bereich unterhalb des Sonars aus. Genau wie der Scheinwerfer kann ein breiterer Scanstrahl jedoch mehr Fische außerhalb des Strahlenzentrums lokalisieren.

  • Scanwinkel
  • Strahlkegeldurchmesser
  • korrekten Strahlwinkel

    Scanwinkel

    Die Auswahl des korrekten Strahlwinkels spielt für die Leistungsfähigkeit Ihres Sonars eine entscheidende Rolle. Deeper PRO und PRO+ verfügen über 2 Frequenzen/Scanwinkel: Schmal mit 290 kHz (15º) und Breit mit 90 kHz (55º). Der Deeper CHIRP wurde mit 3 Frequenzen/Scanwinkeln ausgestattet: Schmal 675 kHz (7º), Mittel 290 kHz (16º), Breit 100 kHz (47º).

    Für PRO/PRO+ Benutzer: Beginnen Sie zum schnelleren Scannen größerer Bereiche mit dem breiten Scanwinkel und verkleinern Sie diesen, um einen bestimmten Bereich genauer zu untersuchen. Der schmale Scanstrahlwinkel eignet sich ideal für flache Gewässer < 1,5 m, Orte mit ausgeprägter Vegetation, zum Scannen oberhalb eines Fischschwarms, in Tiefen über 20 m sowie in Bereichen mit steilen Absenkungen (zur Vermeidung eines größeren Toten Winkels).

    Für Deeper CHIRP+ Benutzer: Verwenden Sie zur Lokaliserung einer geeigneten Angelstelle sowie zum schnelleren Scannen eines bestimmten Bereiches den breiten Scanstrahl. Wechseln Sie zum mittleren Scanstrahl, der über die identische Frequenz eines schmalen Scanstrahls beim PRO/PRO+ verfügt und genauso genutzt werden kann. Darüber hinaus verfügt der CHIRP+ über den sehr schmalen Scanstrahl, der Bereiche mit einem Winkel von 7º scannt und so überaus genaue Ergebnisse liefert. Der schmale Scannstrahl eignet sich hervorragend zum Eisangeln in extrem flachen Gewässern mit einer Tiefe von >15 cm. Er reagiert empfindlich auf sämtliche äußere Faktoren: Wind und Wellen, Trolling, Einholen etc. Das Gerät liefert beste Ergebnisse in ruhigen Gewässern oder wenn es mit Hilfe der Flexarm-Vorrichtung direkt am Boot befestigt wird.

    TIPP: Im Falle starker Störsignale sollten Sie, falls eine Verringerung der Empfindlichkeit nicht das gewünschte Ergebnis erzielt, den Strahlwinkel verbreitern.

  • Strahlkegeldurchmesser

    Strahlkegeldurchmesser

    Der Strahlkegeldurchmesser hängt vom Strahlkegelwinkel sowie der Angeltiefe ab. Wenn Sie z. B. in einer Tiefe von 10 m angeln, beträgt der Strahlkegeldurchmesser mit dem schmalen Strahlwinkel des PRO/PRO+ 2,5 m bzw. 1,2 m beim CHIRP+. Je schmaler der Durchmesser, desto genauer lassen sich Fischschwärme lokalisieren. Der Strahlkegeldurchmesser lässt sich anhand folgender Formel bestimmen: Strahlkegeldurchmesser des Sonars = 2TiefeTan (Kegelwinkel/2). Beispiel: CHIRP+ mit schmalem Scanstrahlwinkeldurchmesser in 10 m Tiefe Tiefe = 10 m; Strahlenkegelwinkel = 7º, 1.22 = 2*10Tan (7/2)

Sensitivität

Sensitivität ähnelt der Lautstärkeregelung eines Hörgeräts und bezeichnet die Fähigkeit des Sonars, Echosignale zu empfangen. Angelsport-Anfänger stellen die Empfindlichkeit ihres Sonars oftmals zu niedrig ein. Sie bevorzugen einen übersichtlichen Bildschirm.  Angelprofis bevorzugen eine hohe Sensitivität – 70 % bis 90 % des Maximalwerts. Sie tolerieren stärkere Störsignale. Aus diesem Grund lokalisieren Sie mehr Fische. Wir empfehlen, die Sensitivität auf 100 % zu setzen und sie dann allmählich zu reduzieren, bis Sie mit der Anzeige Ihres Bildschirms zufrieden sind.

Falls die Störsignale lange anhalten, reduzieren Sie die Sensitivität, bis sie nachlassen, Fischbestände jedoch weiterhin lokalisiert werden können. Sollten Sie damit keinen Erfolg haben, schalten Sie auf niederfrequentere, breitere Scanstrahlen um. Egal, welche Sensitivitätseinstellung Sie bevorzugen, Ihr Sonar arbeitet stets mit derselben Leistung. Sensitivität dient ausschließlich der Steuerung dessen, in welchem Ausmaß das wiederkehrende Echosignal verstärkt wird.

Das mag vielleicht nach viel Arbeit klingen, ist es jedoch nicht. Die meisten dieser Einstellungen müssen wir lediglich kurz vor dem Angeln anpassen. Andere erfordern eine Anpassung, sobald dunkle Wolken aufziehen oder wenn wir unsere Angelmethode ändern. Sie sind schließlich zum Angeln auf dem Wasser und nicht, um mit verschiedenen Gadgets herumzuhantieren. Bei Bedarf können Sie in Ihrer Einfahrt eine kleine Übungseinheit im Simulationsmodus absolvieren. Wenn Sie sich die Zeit nehmen, sich mit dem Funktionsumfang Ihres Sonars vertraut zu machen, gestalten Sie Ihre Angelausflüge wesentlich effektiver. Gutes Gelingen!

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