Lesen eines Fischfinders

und Nutzung der Daten, um den Angelerfolg zu steigern

Erste Schritte mit dem Fischfinder Ist die grundlegende Funktionsweise klar, Sie möchten jedoch mehr aus Ihrem Fischfinder herausholen? Sind Sie sich unsicher, ob Sie das Fischfinder-Display korrekt ablesen? Keine Sorge, wir helfen Ihnen dabei. Diese kurze Anleitung vermittelt Ihnen wesentliche Informationen zu Ihrem Fischfinder-Display, um zwischen einem kleinen Köderfisch, einem Prachtexemplar und einem Ast, der sich in der Angelschnur verheddert hat, unterscheiden zu können. Nehmen Sie sich 7 Minuten Zeit, diese Anleitung durchzugehen, so dass sie Ihren Fischfinder am Ende für folgendes nutzen können:

    icon-1

    Lokalisieren von Fischbeständen

    icon-2

    Ermitteln der Fischgröße

    icon-3

    Identifizierung unterschiedlicher Wasserstrukturen

    icon-4

    Beurteilung von Bodentyp und -härte

Funktionsweise eines Sonars

Funktionsweise eines Sonars

In diesem Blog geht es um die tatsächlich auf dem Bildschirm zu sehenden Bilder, daher werden wir von einer detaillierten Erläuterung zur Funktionsweise von Sonaren an dieser Stelle absehen – auf unserer Seite zur Funktionsweise dieser Geräte erhalten Sie jedoch sämtliche nützlichen Informationen. Fürs Erste sollten Sie sich allerdings einige technische Aspekte vor Augen führen. Zunächst einmal, Sonare scannen in Kegeln. Warum ist dies von Bedeutung

Die Größe des von Ihnen gescannten Bereichs wird vom Winkel des Kegels beeinflusst. Ein Scanstrahl mit breitem Scanwinkel zwischen 40 °- 60 ° ermöglicht es Ihnen, große Bereiche zu scannen. Ein engerer Strahlenkegel scannt zwischen 10 °-20 °. Sorgen Sie also dafür zu überprüfen, ob Ihr Fischfinder mit einem engen oder breiten Winkel Strahlenkegel scannt, wenn Sie sich die Messdaten auf Ihrem Bildschirm ansehen. Der Deeper PRO sowie der PRO + nutzen einen breiten und engen Scanstrahlwinkel (55 ° und 15 °), während der Deeper START auf einen mittleren/breiten Strahl zurückgreift (40 °). Ein anderer wichtiger Punkt zur Funktionsweise Ihres Sonars ist, dass es ständig Daten versendet und empfängt, was bedeutet, dass Ihr Display andauernd hin und her scrollt. Die aktuellen Daten werden auf der rechten Seite angezeigt – je weiter Sie nach links gehen, desto älter sind die dort angezeigten Daten

Rufen Sie sich diese drei Punkte also einfach in Erinnerung, wenn Sie auf das Display Ihres Sonars schauen: 1. Wissen, ob Sie mit einem breiten oder engen Scanstrahl scannen. 2. Auf dem Bildschirm sind ständig Scrollbewegungen zu sehen – das heißt nicht, dass sich Ihr Sonar bewegt.

1. Lokalisieren von Fischbeständen

  • Fish Icons
  • Fischbögen
  • Fischsymbole

    Fish Icons

    Fischsymbole erweisen sich für unerfahrene Nutzer eines Sonars als nützliches Tool: Ihr Fischfinder interpretiert die empfangenen Sonardaten und versucht zu bestimmen, ob es sich dabei um einen Fisch handelt, oder nicht. Dies erfolgt auf Grundlage verschiedener Faktoren wie bspw. Größe des Objekts sowie Echosignalstärke. Im Falle des Deeper Sonars greifen wir in der Deeper-App auf einen modernen Algorithmus zurück, um die erfassten Daten zu interpretieren und auszuwerten. Leider liefern selbst modernste Geräte keine 100 % genauen Daten.

    Fische durchschwimmen den von Ihrem Fischfinder gesendeten Strahlenkegel in verschiedenen Geschwindigkeiten sowie unterschiedlichen Richtungen. Dies bedeutet, dass die normalerweise einheitlichen Messwerte durchaus voneinander abweichen können. Darüber hinaus sorgen einige Unterwasserobjekte oder vegetative Gegebenheiten unter Umständen dafür, dass es zu Verwechslungen mit Fischbeständen kommt.

    Um Ihren Fischfinder also am effektivsten nutzen zu können, müssen Sie lernen, die gesammelten Daten richtig zu interpretieren.

    Es wird also Zeit, den nächsten Schritt zu wagen und die Fischsymbole abzuschalten – der Lohn dafür sind genauere Messdaten zum Aufenthaltsort der Fische. Darüber hinaus ist der Lerneffekt wesentlich höher und Sie trainieren eine neue Fähigkeit.

  • fish arches

    Fischbögen

    Wie können wir bei ausgeschalteten Fischsymbolen Fische auf unserem Sonar-Display erkennen? Nach Bögen Ausschau halten.

    Fische erscheinen auf Ihrem Bildschirm als ein Bogen (der Grund, weshalb sie als ein Bogen gezeigt werden, wird hier im Detail erklärt). Aber es ist wichtig, daran zu denken, dass diese Bögen in der Größe (Länge und Breite) variieren können, und vielleicht nicht ein voller Bogen sind - achten Sie auch auf diese halben Bögen. Der folgende Screenshot zeigt einige schöne Beispiele für verschiedene Bögen. Sie unterscheiden sich in Länge und Breite, und einige sind nicht volle Bögen, aber das sind alle Fische.

2. Ermitteln der Fischgröße

Nachdem wir nun einige Fischbögen entdeckt haben, wird es Zeit herauszufinden, was uns jeder Bogen über die Größe des jeweiligen Fisches verrät. Lassen Sie uns also Länge, Dicke sowie halbe bzw. volle Bögen näher betrachten.

  • Fischbogenlänge
  • Fischbogenbreite
  • Nützlicher Hinweis – Verwenden Sie den Vertikalblinker
  • Halbe oder komplette Fischbögen
  • Aufspüren von Köderfisch mit Hilfe des Fischfinders
  • Entdeckung eines Prachtexemplars über das Display Ihres Fischfinders
  • Fischbogenlänge

    Fischbogenlänge

    Den häufigsten Fehler, den Angler beim Ablesen ihres Fischfinders begehen ist, von der Bogengröße auf die tatsächliche Fischgröße zu schließen. Zwischen diesen beiden Größen besteht nämlich kein Zusammenhang. Sie sollten Länge auf Ihrem Sonar-Display als eine Darstellung von Zeit auffassen. Stellen Sie sich bspw. vor, Sie halten Ihren Fischfinder bewegungslos ins Wasser (anders gesagt, Sie holen ihn weder ein noch ziehen Sie ihn hinterher). Wenn sich direkt unter Ihrem Gerät ein ebenfalls bewegungsloser Fisch befindet, was werden Sie dann auf Ihrem Fischfinder sehen? Sie sehen eine fortlaufende Linie. Das bedeutet nicht, dass sich in Ihrem Angelteich ein Blauwal befindet. Es bedeutet, dass sich der unter Ihrem Fischfinder befindende Fisch nicht bewegt, und dabei kann es sich darüber hinaus um ein sehr kleines Exemplar handeln.

    Stellen wir uns nun ein anderes Szenario vor – unser Sonar ist wieder nicht in Bewegung, diesmal schwimmen allerdings ein großer und ein kleiner Fisch durch Ihren Sonarstrahl. Der große Fisch durchquert den Sonarstrahl schnell, während sich der kleine Zeit lässt. Welcher der beiden wird den längeren Fischbogen auf Ihrem Bildschirm verursachen? Die Antwort lautet, der Kleine. Denn ein sich langsam bewegender Fisch hinterlässt eine längere Markierung als ein sich schnell bewegender, unabhängig von der jeweiligen Größe.

    Sehen Sie sich den nachstehenden Screenshot an. Diese Daten zeigen einen Schwarm kleiner Köderfische. Achten Sie darauf, wie lang einige der Bögen sind. Dies kann darauf zurückzuführen sein, dass das Sonar fest installiert ist oder sich sehr langsam bewegt bzw. sich die Fische selbst äußerst langsam bewegen. So oder so, dient dies der Veranschaulichung dessen, dass es sich bei einem langen Fischbogen keineswegs um einen großen Fisch handeln muss.

  • Fischbogenbreite

    Fischbogenbreite

    Somit dient also Länge nicht als verlässlicher Indikator zur Ermittlung der Fischgröße. Stattdessen ist es viel sinnvoller, sich die Fischbogenbreite näher anzusehen
    Bedenken Sie einfach Folgendes beim Interpretieren von Fischbögen:
    vertikal, nicht horizontal denken.
    Selbst wenn der Bogen kurz ist, deutet seine Dicke darauf hin, dass es sich um einen größeren Fisch handelt. Schauen Sie sich nochmals den Screenshot an. Welcher ist von den 4 gezeigten Fischen der Größte?

    Die Antwort lautet, der Fisch unten rechts. Alle Bögen haben ungefähr die gleiche Länge (und sie sind alle ziemlich kurz). Die Dicke des unten rechts dargestellten Bogens weist jedoch darauf hin, dass es sich hierbei um den größten Fisch handelt. Er ist beileibe kein Monster aber ein vernünftiger Fang.

  • vertical flasher

    Nützlicher Hinweis – Verwenden Sie den Vertikalblinker

    Hier ein nützlicher Hinweis zur Beurteilung der Breite / Dicke angezeigter Sonardaten: schalten Sie den Vertikalblinker (auch A-Scope genannt) auf Ihrem Fischfinder ein, falls vorhanden (gehen Sie dazu in der Deeper-App auf Einstellungen > Sonar > Vertikalblinker). Der sich auf der rechten Bildschirmseite befindende Vertikalblinker zeigt Ihnen zu einem gewünschten Zeitpunkt genau an, was sich unter Ihrem Sonar befindet. Er eignet sich hervorragend zum Vertical Jigging sowie zum Eisangeln. Schauen Sie sich zur Beurteilung der Fischgröße sowohl Dicke als auch Breite der Darstellung auf Ihrem Vertikalblinker an. Größere Fische werden sowohl breitere als auch dickere Abbildungen generieren.

  • full arches

    Halbe oder komplette Fischbögen

    Als letzten Punkt sollten Sie beachten, dass Sie bei der Suche nach Fischbögen nicht nur auf komplette Fischbögen achten sollten. Halbbögen (wie die im oben dargestellten Screenshot) geben ebenfalls Hinweise auf Fischbestände.In unserer Anleitung zur Funktionsweise eines Sonars erläutern wir ausführlich, warum man manchmal lediglich einen halben und in anderen Fällen einen kompletten Bogen angezeigt bekommt. Als kurze Erläuterung kann gesagt werden, dass ein kompletter Bogen nur dann angezeigt wird, wenn ein Fisch den gesamten Strahlenkegel durchschwimmt, während ein Halbbogen nur zu sehen ist, wenn der Kegel nicht komplett durchschwommen wird.
    Beim Lesen des Displays gilt es jedoch zu bedenken, dass ein halber bzw. teilweise dargestellter Bogen trotzdem ein großer Fisch sein kann – die Bogenbeschaffenheit lässt keine Rückschlüsse auf die Größe des Fisches zu.
    Sie sollten also nach kompletten sowie partiell dargestellten Fischbögen Ausschau halten und dabei stets bedenken, dass die Bogendicke den besten Hinweis auf die Fischgröße gibt.

  • bait fish

    Aufspüren von Köderfisch mit Hilfe des Fischfinders

    Köderfische werden auf Ihrem Display als Striche, Linien und sogar Punkte dargestellt, daher sind Sie mitunter schwer von Vegetation zu unterscheiden. Es lassen sich jedoch drei Unterschiede festhalten:

    1. Der Köderfisch hält sich normalerweise mitten im Gewässer auf, nicht am Gewässergrund;
    2. Ihr Fischfinder wird Köderfische in einer sich von der Vegetation unterscheidenden Farbe       anzeigen (In der Deeper-App-Standardfarbeinstellung werden sie gelb anstatt grün dargestellt).     
    3. Köderfische treten oftmals in Schwärmen auf, die dann als Wolke oder Traube und nicht als Linien dargestellt werden. 

    Der unten dargestellte Screenshot zeigt einzelne Köderfische sowie einen Köderfisch-Schwarm. Beachten Sie den Farbunterschied im Vergleich zur grünen Vegetation des Gewässergrunds.

  • Ihres Fischfinders

    Entdeckung eines Prachtexemplars über das Display Ihres Fischfinders

    Lassen Sie uns nun mit Hilfe zweier wesentlicher Punkte das Gelernte zusammenfassen:
    1. Vertikal, nicht horizontal denken – die Breite des Fischbogens ist der wichtigste Hinweis auf die Größe des Fisches. Bögen können nur halb oder komplett vorhanden sein – ein halber oder unvollständiger Bogen deutet nicht auf einen kleineren Fisch hin. Nochmal, die Breite ist das beste Indiz für Größe.
    Ihr Fischfinder sagt Ihnen nicht, um welche Fischart es sich handelt, anhand der Größe, des Gewässers sowie der Schwimmtiefe lassen sich jedoch wertvolle Schlüsse zur Art des jeweiligen Fisches ziehen.
    Wenn Sie also einen Bogen, wie den unten auf Ihrem Bildschirm dargestellten entdecken, könnten Sie etwas GROSSES an der Angel haben!

3. Identifizierung unterschiedlicher Wasserstrukturen

sonar scanning

Wassertiefe, zur Darstellung der Grundbeschaffenheit sowie zur Anzeige bestimmter Eigenschaften unterhalb der Wasseroberfläche. Diese Informationen können mitunter nützlicher für Sie sein als das eigentliche Markieren von Fisch. Kommen wir also nun zum Ablesen Ihres Fischfinder-Displays zwecks der Erforschung bestimmter Unterwassereigenschaften.

Bevor es damit losgeht, sollten Sie zwei Aspekte bedenken:

1.Ihr Sonar wird fortlaufend Scans ausführen, was dazu führt, dass eine ständige Scroll-Bewegung auf Ihren Sonar-Display zu beobachten ist, selbst wenn sich das Gerät nicht bewegt. Falls Ihr Fischfinder fest montiert ist, kann der Gewässergrund u. U. flach erscheinen, selbst wenn er es nicht ist. Stellen Sie zur möglichst exakten Bestimmung der Untergrundbeschaffenheit sicher, dass Sie Ihren Fischfinder langsam hinterherziehen bzw. einholen.

2.Die auf der rechten Bildschirmseite abgebildete Bildschirmskala unterstützt Sie bei der Tiefenbestimmung sämtlicher im Wasser befindlicher Objekte. Die Tiefendaten oben links auf dem Bildschirm übermitteln Ihnen Echtzeit-Informationen zur Gewässertiefe unter dem Fischfinder – bedenken Sie jedoch, dass diese Tiefe nicht der Tiefe gescannter Untergrundmerkmale entsprechen muss, gerade wenn es sich um das Scannen von Absenkungen oder Erhebungen handelt.

drop-off

Solche Unterwassermerkmale spielen bei der Lokalisierung verschiedenster Arten eine zentrale Rolle, und das Gute ist, sie sind mit Hilfe des Fischfinders problemlos zu bestimmen. Sie werden beim Hinterherziehen oder Einholen Ihres Geräts mitunter sich verändernde Tiefenkonturen bemerken – vergessen Sie nicht, den Tiefenmesser an Ihrem Display zu verwenden (in der Deeper-App befindet sich dieser in der rechten oberen Bildschirmecke), um stets über Tiefenveränderungen informiert zu werden.
Absenkungen und Erhebungen, wie die unten dargestellten, sind so problemlos zu erkennen.

Mit Hilfe dreier nützlicher Tipps können Sie die Genauigkeit bei der Suche nach diesen Eigenschaften entscheidend verbessern:

  1. Schalten Sie von einem breiten auf einen schmalen Scanstrahl um und wiederholen Sie das Scannen eines bestimmten Bereiches, sobald Sie eine Absenkung identifiziert haben. Dies sollte Ihnen ein genaueres Profil sich verändernder Tiefenkonturen bereitstellen und dafür sorgen, dass „tote Zonen“ beim Scanvorgang möglichst vermieden werden.
  2. Sie können Tiefenmessdaten zur Kartierung verwenden, anstatt auf Scanfunktionen zurückzugreifen. Dank Deeper lassen sich auf Tiefenmessdaten basierende Karten erstellen – hierbei handelt es sich um farbkodierte Unterwasser-Konturkarten – im Bootsmodus (3.0 PRO und PRO+-Modelle) sowie im Offshore-GPS-Modus (nur PRO+). Diese Karten vermitteln Ihnen einen Überblick über Absenkungen sowie Tiefenveränderungen, außerdem erleichtern sie das Wiederauffinden Ihrer beliebtesten Angelstellen.
  3. Setzen Sie beim Angeln in großen Bereichen, bspw. von Ihrem Kajak aus einen Tiefenalarm, um benachrichtigt zu werden, sobald Sie die gewünschte Tiefe erreichen. So können Sie über flacheres Wasser hinweg paddeln, ohne Ihren Fischfinder überprüfen zu müssen und erst dann tätig werden, wenn der Alarm aktiviert wird.

brush piles

Auf diese Weise können Sie beliebte Jagdstellen von Raubfischen lokalisieren, die diese nutzen, um aus dem Hinterhalt heraus zu jagen.

Die Farbe auf Ihrem Display spielt hierbei eine entscheidende Rolle zur Identifizierung von Gestrüpp und Holzstämmen. Da diese Schallwellen in einer anderen Frequenz verursachen, zeigt Ihr Fischfinder diese Daten in einer anderen Farbe als den Gewässergrund an (andernfalls könnte man solche Objekte leicht mit einer Erhebung verwechseln). Wählen Sie also eine Farbpalette, um diesen Unterschied so unmissverständlich wie möglich darzustellen. Wählen Sie in der Deeper-App entweder den klassischen Farbmodus (der Gestrüpp und Holzstämme ebenso wie die Vegetation in Grün anzeigt) oder entscheiden Sie sich für den Tagesfarbmodus (bei dem solche Objekte in Violett auf dem Bildschirm erscheinen).

Hier ein Beispiel für im klassischen Farbmodus angezeigtes Gestrüpp. Beachten Sie, dass die Gestrüpplinien horizontal verlaufen, nicht vertikal – dies dient als guter Hinweis zur Unterscheidung zwischen Gestrüpp-Ansammlungen und Algenbewuchs.

Werfen Sie andernfalls einen Blick in dieses Video für Beispiele von Holzstämmen in einem Bach, die im Tagesfarbmodus angezeigt werden.

  • Vegetation und Algen
  • Depressions
  • Erhebungen
  • Andere Objekte unter der Wasseroberfläche
  • Vegetation und Algen

    Vegetation und Algen

    Vielleicht möchten Sie vegetationsreiche Stellen sowie starken Algenbewuchs als Kriterium zum Auswerfen Ihrer Rute festlegen (z. B. um im Sommer in oberen Gewässerbereichen Barsche zu fangen) oder, um diese gezielt zu umgehen (bspw. beim Brandungsfischen oder, wenn Sie es vermeiden möchten hängen zu bleiben).

    Wie auch schon beim Lokalisieren von Gestrüpp und Holzstämmen, wird Ihnen die Farbe von großem Nutzen sein. Algen und Vegetation werden ebenfalls als vertikale Linien dargestellt und weisen ggf. ein unregelmäßigeres Gesamtbild auf Ihrem Display auf, als dies bei Holzstämmen der Fall ist.

    Hier ein Beispiel einer Absenkung mit starker Vegetation.

  • Depressions

    Depressions

    Gerade für das Karpfenangeln bieten kleine Vertiefungen ideale Ausgangsbedingungen. Oftmals werden diese Vertiefungen von den Fischen selbst geschaffen. Die Lokalisierung solcher Vertiefungen mit Hilfe des Fischfinders ist denkbar einfach – halten Sie einfach nach kleinen, flachen, V-förmigen Dellen auf dem Gewässergrund Ausschau, während Sie einziehen oder das Gerät hinter sich herziehen.

     

  • Erhebungen

    Erhebungen

    Erhebungen weisen oftmals eine etwas weniger starke Ausprägung auf, jedoch ist Ihre Lokalisierung nicht weniger kompliziert (siehe Screenshot unten). Stellen Sie eine gleichmäßige Geschwindigkeit beim Hinterherziehen oder Einziehen des Geräts sicher, um genau zu ermitteln, wie steil die jeweilige Schräge ist. Sie sollten mit einem engen Sonarstrahl scannen, um so die bestmöglichen Messdaten zu erhalten und sicherzugehen, sämtliches Gestein sowie Erhebungen zu erfassen, die von einem breiteren Scanstrahl evtl. nicht erfasst werden können (unsere Seite zur Funktionsweise eines Sonars erklärt die genaueren Zusammenhänge).

  • underground objects

    Andere Objekte unter der Wasseroberfläche

    Wer weiß, was sich unter der Wasseroberfläche verbirgt? Mitunter tauchen erstaunliche Objekte auf Ihrem Bildschirm auf – so stieß ein Angler mit Deeper-Ausrüstung an einem See vor Ort beispielsweise auf ein Auto (siehe Screenshot unten).

    Während sich nicht alle Objekte sofort identifizieren lassen, können Sie jedoch stets aufgrund der jeweiligen Form sowie der Stärke des Echosignals erste wichtige Rückschlüsse ziehen. Schauen Sie sich die mehrfach auftretenden orangefarbenen Echosignale von unterhalb des Fahrzeugs an – diese weisen darauf hin, dass es sich um ein sehr hartes Objekt handelt. Diese Sonarschallwellen haben das Fahrzeug erreicht, sind von dort an die Wasseroberfläche geleitet worden, bevor sie wieder zurück zum Fahrzeug gelangt sind.
    Während sich dies als äußerst nützlich zur Identifizierung unbekannter Objekte unter der Wasseroberfläche erweist, erfüllt es jedoch noch einen weitaus praktischeren Nutzen – indem es nämlich dazu dient, die Bodenbeschaffenheit eines Gewässers zu untersuchen.

4. Verwendung des Fischfinders zur Bestimmung des Bodentyps sowie der Bodenhärte

Auf welche Fische Sie es auch immer abgesehen haben, Informationen zur Härte sowie Konsistenz des jeweiligen Untergrunds sind von zentraler Bedeutung für den Angelerfolg. Zur Bestimmung der Bodenhärte mit Hilfe des Fischfinders lassen sich drei Faktoren heranziehen: Bodenfarbe, Bodendicke sowie Existenz eines zweiten Bodens.

  • Farbe
  • „Doppelte Schallwellen“
  • Dicke
  • day color mode

    Farbe

    Die Intensität empfangener Sonarschallwellen unterscheidet sich je nach Bodenhärte. Um diesen Unterschied zu verdeutlichen, verwendet Ihr Fischfinder unterschiedliche Farben. In der Standardfarbeinstellung variiert die Farbe des Deeper zwischen Dunkelbraun (weichster Boden) und intensivem Orange (härtester Boden). Dieser Unterschied ist in der Farbpalette des Tagesmodus (siehe Screenshot) noch deutlicher erkennbar, wobei das Farbspektrum von Violett (weich) über Rot und Orange sowie Gelb (hart) reicht.

  • second sonar return

    „Doppelte Schallwellen“

    Ähnlich wie im Falle des zuvor erwähnten Fahrzeugs, sendet ein harter Untergrund starke Schallwellen zurück, die mitunter wieder an der Wasseroberfläche abprallen. Diese werden auf Ihrem Bildschirm als 2. Sonarschallwellen angezeigt und verlaufen parallel unterhalb der Bodenlinie. Wenn Sie solche Schallwellen entdecken, ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass der Untergrund an dieser Stelle besonders hart ist.

  • hard bottom

    Dicke

    Die Dicke der Bodenlinie gibt ebenfalls wertvolle Auskunft über die Härte des Untergrunds. Die hier zu beachtende Regel ist denkbar simpel – je dicker die Linie, desto härter der Untergrund. Aber Vorsicht – die Sensitivität des Sonars hat ggf. Auswirkungen auf die Dicke der Linie. Die Sensitivität des Deeper-Displays lässt sich je nach Wunsch anpassen. Wird die Sensitivität also auf das Maximum von 100 % erhöht, erscheint die Bodenlinie evtl. dicker, während sie bei einer Sensitivitätseinstellung von 10 % unter Umständen dünner erscheint. Machen Sie sich also mit dieser Einstellung vertraut und lernen Sie, inwieweit die Bodendicke je nach Einstellung variiert.

Konsistenz

Harte Böden werden in Form einer dicken Linie angezeigt, daher ist die Unterscheidung zwischen verschiedenen Härten kein leichtes Unterfangen. Bei weicheren Böden weist diese Linie jedoch kleine Dellen und Lücken auf, welche Hinweise auf die Untergrundbeschaffenheit geben können.

sand or mud bottom

Sand / Schlick / Schlamm

Lange Linien deuten auf einen weichen und lockeren Untergrund hin – möglicherweise Sand, Schlick oder Schlamm.

gravel or stone bottom

Kies / Stein

Ist die Bodenlinie gesprenkelt und verläuft unregelmäßig, handelt es sich beim Untergrund um Kies oder Stein. Je nach Größe, können Sie eventuell sogar einzelne kleine Steine sehen.

Mehr Informationen, größerer Fang

Fischfinder sind unglaublich nützliche Tools und je mehr Sie über die Bedienung dieser Geräte lernen, desto erfolgreicher werden Sie Ihre Angelausflüge bestreiten können. Ein wichtiger Schritt im Lernprozess eines jeden Anglers ist der Übergang von einem Trail-and-Error- zu einem verstärkt wissensbasierten Ansatz. Vielleicht haben Sie an einer bestimmten Angelstelle mit besonderen Gegebenheiten mehr Erfolg als anderswo – aber wissen Sie auch, warum? Ein Fischfinder wird Sie nicht nur dabei unterstützen, Ihre Fehler besser zu verstehen, sondern auch Erfolge nachvollziehbar machen. Und sobald Sie sich darüber im Klaren sind, wird es Ihnen leichter fallen, Erfolge zu wiederholen.

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