Lesen eines App-Display (Deeper START)

Das Anzeigen und Interpretieren von Sonardaten kann auf zwei unterschiedliche Weisen erfolgen – durch Verwendung des Basic- oder Rohdaten-Displaymodus.

  • Basic-Displaymodus

    Der Basic-Sonardisplay-Modus vereinfacht die Anzeige der Sonardaten durch Darstellung der wichtigsten Strukturen. So werden Fischsymbole, Gewässergrundstrukturen in orangener Farbe und Algen bzw. Schlamm in grün angezeigt. Wir empfehlen, zu Beginn auf die Basic-Sonardisplay-Einstellungen zurückzugreifen. Sobald du dich damit etwas vertraut gemacht hast, kannst du für ein fortschrittlicheres und genaueres Lokalisieren von Fischen auf die Rohdaten-Darstellung umsteigen.

  • Rohdaten-Displaymodus

    Dieser Roh-Displaymodus stellt Sonardaten realitätsgetreu bereit – ohne jegliche Filter oder Vereinfachungen. Diese Methode der Anzeige und Interpretation von Sonardaten ist fortschrittlicher als im Basic-Mode. Weitere Informationen zur korrekten Deutung von Rohsonardaten findest du hier.

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Interpretation von Daten mithilfe des Basic-Sonarmodus

Die Nutzung dieses Modus ist überaus intuitiv und wird für Angler bzw. Sonarneulinge am ehesten empfohlen.

  • Fischgröße

    Der Deeper START zeigt Fischsymbole in insgesamt drei verschiedenen Größen an. Der Fischfinder wertet die empfangenen Sonardaten aus und versucht auf Grundlage dieser Daten zu bestimmen, ob es sich um einen Fisch handelt. Dies erfolgt auf Grundlage verschiedener Faktoren wie bspw. Größe des Objekts sowie Echosignalstärke. bedenken Sie bitte, dass selbst modernste Geräte keine 100 % genauen Daten liefern. Einige kleine, im Schwarm schwimmende Fische werden mitunter als ein großer Fisch angezeigt, während Unterwasserobjekte oder Vegetation manchmal ähnliche Messdaten wie Fische liefern.

  • Fischtiefe

    Anhand des Deeper START können Sie sich Fischsymbole an verschiedenen Stellen auf dem Bildschirm anzeigen lassen und über die Wasser-Spalte den Aufenthaltsort der Fische bestimmen. Durch die Bestimmung des exakten Aufenthaltsortes von Fischen, ob näher an der Wasseroberfläche oder in einigen Metern Tiefe, sind Sie in der Lage, den jeweils am besten geeigneten Köder für bestimmte Fische auszuwählen. Für sich nahe der Wasseroberfläche aufhaltende Fische können Sie auf ein Zig Rig oder die Crankbait-Methode zurückgreifen, die sich ganz besonders für geringere Tiefen eignet. Falls sich die Fische am Gewässergrund aufhalten, sollten Sie sich für einen entsprechenden Köderhaken oder einen für tiefe Gewässer geeigneten Crankbait entscheiden.

  • Fischalarm

    Die Fischalarm-Funktion generiert ein Alarmsignal, welches ertönt, sobald Ihr Deeper einen Fisch entdeckt hat. Dank der Fischalarm-Funktion übersehen Sie nie wieder einen Fisch, selbst dann nicht, wenn Sie Ihren Blick vom Bildschirm abwenden.

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Bodenstruktur

Fischfinder eignen sich hervorragen zur Ermittlung der Wassertiefe, zur Darstellung der Grundbeschaffenheit sowie zur Anzeige bestimmter Eigenschaften unterhalb der Wasseroberfläche. Diese Informationen können mitunter nützlicher für Sie sein als das eigentliche Markieren von Fisch.

Vegetation und Algen

Sie sind vielleicht auf der Suche nach dichter Vegetation oder Algenbewuchs zum Auswerfen Ihres Geräts (Angeln aus dem Hinterhalt) oder möchten Bereiche lokalisieren, die es zu umgehen gilt (Brandungsfischen). Kenntnisse über die vorherrschende Vegetation helfen bei der Lokalisierung der Pflanzenwelt und erleichtern die Suche nach geeigneten Verstecken für das Angeln aus dem Hinterhalt heraus.

Absenkungen

Absenkungen verlangen besondere Aufmerksamkeit, insbesondere dann, wenn sie sehr stark ausgeprägt sind. Je größer und ausgeprägter, desto besser. Fische lieben solche Absenkungen, da sie leichten Zugang zu Nahrungsquellen bieten und zugleich die Sicherheit tieferer Gewässer gewährleisten.

Erhebungen

Erhebungen sind oftmals weniger stark ausgeprägt, aber das Auffinden ist genau so problemlos möglich. Stellen Sie eine gleichmäßige Geschwindigkeit beim Einholen des Geräts sicher, um genau zu ermitteln, wie steil die jeweilige Schräge ist.

Interpretation von Daten mithilfe des Rohsonarmodus

Der Rohsonarmodus bietet eine fortschrittliche Möglichkeit, Fische zu lokalisieren und die Untergrundbeschaffenheit zu erforschen. Wir empfehlen diesen Modus, sobald du mit der Funktionsweise deines Deeper etwas vertrauter bist oder bereits Erfahrung mit der Nutzung von Sonaren hast.

1. Identifizierung von Fisch mithilfe des Rohsonarmodus

  • Fischbögen

    Die Identifizierung von Fischen anhand von Fischbögen ist eine fortschrittliche und die zugleich genaueste Methode zum Lokalisieren von Fischen. Stelle hierfür sicher, dass die Fischsymbol-Einstellungen deaktiviert sind.

    Wie können wir bei ausgeschalteten Fischsymbolen Fische auf unserem Sonar-Display erkennen? Nach Bögen Ausschau halten.

    Fische erscheinen auf Ihrem Bildschirm als ein Bogen (der Grund, weshalb sie als ein Bogen gezeigt werden, wird hier im Detail erklärt). Aber es ist wichtig, daran zu denken, dass diese Bögen in der Größe (Länge und Breite) variieren können, und vielleicht nicht ein voller Bogen sind - achten Sie auch auf diese halben Bögen. Der folgende Screenshot zeigt einige schöne Beispiele für verschiedene Bögen. Sie unterscheiden sich in Länge und Breite, und einige sind nicht volle Bögen, aber das sind alle Fische.

  • Fischsymbole

    Fischsymbole erweisen sich für unerfahrene Nutzer eines Sonars als nützliches Tool: Ihr Fischfinder interpretiert die empfangenen Sonardaten und versucht zu bestimmen, ob es sich dabei um einen Fisch handelt, oder nicht. Dies erfolgt auf Grundlage verschiedener Faktoren wie bspw. Größe des Objekts sowie Echosignalstärke. Im Falle des Deeper Sonars greifen wir in der Fish Deeper-App auf einen modernen Algorithmus zurück, um die erfassten Daten zu interpretieren und auszuwerten. Leider liefern selbst modernste Geräte keine 100 % genauen Daten.

    Fische durchschwimmen den von Ihrem Fischfinder gesendeten Strahlenkegel in verschiedenen Geschwindigkeiten sowie unterschiedlichen Richtungen. Dies bedeutet, dass die normalerweise einheitlichen Messwerte durchaus voneinander abweichen können. Darüber hinaus sorgen einige Unterwasserobjekte oder vegetative Gegebenheiten unter Umständen dafür, dass es zu Verwechslungen mit Fischbeständen kommt.

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2. Beurteilen der Fischgröße im Raw-Sonarmodus

Nachdem wir nun einige Fischbögen entdeckt haben, wird es Zeit herauszufinden, was uns jeder Bogen über die Größe des jeweiligen Fisches verrät. Lassen Sie uns also Länge, Dicke sowie halbe bzw. volle Bögen näher betrachten.

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Fischbogenlänge

Den häufigsten Fehler, den Angler beim Ablesen ihres Fischfinders begehen ist, von der Bogengröße auf die tatsächliche Fischgröße zu schließen. Zwischen diesen beiden Größen besteht nämlich kein Zusammenhang. Sie sollten Länge auf Ihrem Sonar-Display als eine Darstellung von Zeit auffassen. Stellen Sie sich bspw. vor, Sie halten Ihren Fischfinder bewegungslos ins Wasser (anders gesagt, Sie holen ihn weder ein noch ziehen Sie ihn hinterher). Wenn sich direkt unter Ihrem Gerät ein ebenfalls bewegungsloser Fisch befindet, was werden Sie dann auf Ihrem Fischfinder sehen? Sie sehen eine fortlaufende Linie. Das bedeutet nicht, dass sich in Ihrem Angelteich ein Blauwal befindet. Es bedeutet, dass sich der unter Ihrem Fischfinder befindende Fisch nicht bewegt, und dabei kann es sich darüber hinaus um ein sehr kleines Exemplar handeln.

Stellen wir uns nun ein anderes Szenario vor – unser Sonar ist wieder nicht in Bewegung, diesmal schwimmen allerdings ein großer und ein kleiner Fisch durch Ihren Sonarstrahl. Der große Fisch durchquert den Sonarstrahl schnell, während sich der kleine Zeit lässt. Welcher der beiden wird den längeren Fischbogen auf Ihrem Bildschirm verursachen? Die Antwort lautet, der Kleine. Denn ein sich langsam bewegender Fisch hinterlässt eine längere Markierung als ein sich schnell bewegender, unabhängig von der jeweiligen Größe.

Sehen Sie sich den nachstehenden Screenshot an. Diese Daten zeigen einen Schwarm kleiner Köderfische. Achten Sie darauf, wie lang einige der Bögen sind. Dies kann darauf zurückzuführen sein, dass das Sonar fest installiert ist oder sich sehr langsam bewegt bzw. sich die Fische selbst äußerst langsam bewegen. So oder so, dient dies der Veranschaulichung dessen, dass es sich bei einem langen Fischbogen keineswegs um einen großen Fisch handeln muss.

Fischbogenbreite

Somit dient also Länge nicht als verlässlicher Indikator zur Ermittlung der Fischgröße. Stattdessen ist es viel sinnvoller, sich die Fischbogenbreite näher anzusehen Bedenken Sie einfach Folgendes beim Interpretieren von Fischbögen: vertikal, nicht horizontal denken.

Selbst wenn der Bogen kurz ist, deutet seine Dicke darauf hin, dass es sich um einen größeren Fisch handelt. Schauen Sie sich nochmals den Screenshot an. Welcher ist von den 4 gezeigten Fischen der Größte?

Die Antwort lautet, der Fisch unten rechts. Alle Bögen haben ungefähr die gleiche Länge (und sie sind alle ziemlich kurz). Die Dicke des unten rechts dargestellten Bogens weist jedoch darauf hin, dass es sich hierbei um den größten Fisch handelt. Er ist beileibe kein Monster aber ein vernünftiger Fang.

Halbe oder komplette Fischbögen

Als letzten Punkt sollten Sie beachten, dass Sie bei der Suche nach Fischbögen nicht nur auf komplette Fischbögen achten sollten. Halbbögen (wie die im oben dargestellten Screenshot) geben ebenfalls Hinweise auf Fischbestände. In unserer Anleitung zur Funktionsweise eines Sonars erläutern wir ausführlich, warum man manchmal lediglich einen halben und in anderen Fällen einen kompletten Bogen angezeigt bekommt. Als kurze Erläuterung kann gesagt werden, dass ein kompletter Bogen nur dann angezeigt wird, wenn ein Fisch den gesamten Strahlenkegel durchschwimmt, während ein Halbbogen nur zu sehen ist, wenn der Kegel nicht komplett durchschwommen wird.

Beim Lesen des Displays gilt es jedoch zu bedenken, dass ein halber bzw. teilweise dargestellter Bogen trotzdem ein großer Fisch sein kann – die Bogenbeschaffenheit lässt keine Rückschlüsse auf die Größe des Fisches zu. Sie sollten also nach kompletten sowie partiell dargestellten Fischbögen Ausschau halten und dabei stets bedenken, dass die Bogendicke den besten Hinweis auf die Fischgröße gibt.

Aufspüren von Köderfisch mit Hilfe des Fischfinders

Köderfische werden auf Ihrem Display als Striche, Linien und sogar Punkte dargestellt, daher sind Sie mitunter schwer von Vegetation zu unterscheiden. Es lassen sich jedoch drei Unterschiede festhalten:

  • Der Köderfisch hält sich normalerweise mitten im Gewässer auf, nicht am Gewässergrund;
  • Ihr Fischfinder wird Köderfische in einer sich von der Vegetation unterscheidenden Farbe anzeigen (In der Fish Deeper-App-Standardfarbeinstellung werden sie gelb anstatt grün dargestellt).   
  • Köderfische treten oftmals in Schwärmen auf, die dann als Wolke oder Traube und nicht als Linien dargestellt werden. 

Der unten dargestellte Screenshot zeigt einzelne Köderfische sowie einen Köderfisch-Schwarm. Beachten Sie den Farbunterschied im Vergleich zur grünen Vegetation des Gewässergrunds.

Entdeckung eines Prachtexemplars über das Display Ihres Fischfinders

Lassen Sie uns nun mit Hilfe zweier wesentlicher Punkte das Gelernte zusammenfassen:

1. Vertikal, nicht horizontal denken – die Breite des Fischbogens ist der wichtigste Hinweis auf die Größe des Fisches. Bögen können nur halb oder komplett vorhanden sein – ein halber oder unvollständiger Bogen deutet nicht auf einen kleineren Fisch hin. Nochmal, die Breite ist das beste Indiz für Größe.

2.Ihr Fischfinder sagt Ihnen nicht, um welche Fischart es sich handelt, anhand der Größe, des Gewässers sowie der Schwimmtiefe lassen sich jedoch wertvolle Schlüsse zur Art des jeweiligen Fisches ziehen.

Wenn Sie also einen Bogen, wie den unten auf Ihrem Bildschirm dargestellten entdecken, könnten Sie etwas GROSSES an der Angel haben!

3. Identifying vegetation and bottom hardness using Raw sonar mode

You have already learned how to identify bottom structure, drop-offs and points using the Basic mode. When using Raw mode, the logic of identifying those bottom features is the same. However, Raw sonar mode gives you an enhanced ability to identify the thickness and size of weeds, as well as bottom hardness.

  • Vegetation and weeds

    When using Raw sonar mode, you can see the underwater vegetation in more detail. Weeds will look like spotty vertical structures of green colour. You will be able to see whether those are thick weeds or sparse individual plants. In this screenshot, we see a big amount of long, thick weeds.

  • Bottom hardness

    When Raw mode is enabled, you can identify which parts of the bottom are harder, and which are softer. The colour and thickness of the line representing the bottom is a great clue to bottom hardness. The intensity of the sonar return from a hard bottom will be a different one from a soft bottom, so the colour will differ. Soft bottoms will be shown of dull brown colour, while harder parts will be of a more vivid and bright orange colour.

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